Ruhe zwischen den Jahren – warum diese leise Zeit so wertvoll ist
- Nadine Priester

- 22. Dez. 2025
- 3 Min. Lesezeit
Es gibt eine Zeit im Jahr, die sich für mich immer anders anfühlt als der Rest. Die Tage vor und nach Weihnachten, wenn alles ein wenig langsamer wird.
Viele Menschen verfallen vor Weihnachten in Stress. Termine, Erwartungen, To-do-Listen. Ich habe mir das vor einigen Jahren bewusst abgewöhnt.
Natürlich ist immer viel zu tun. Aber sobald ich Urlaub habe, renne ich nicht mehr von A nach B. Das ganze Jahr über ist es stressig genug, umso dankbarer bin ich, wenn ich zu dieser Jahreszeit wirklich einmal runterfahren kann.
Gerade Weihnachten bietet dafür den perfekten Rahmen. Und dieses Jahr fühlt es sich auch vom Wetter her genau richtig an. Die Temperaturen passen, die Tage sind ruhig, für mich macht das diese Zeit einfach perfekt.
Warum viele Menschen gerade zwischen den Jahren müde sind – und warum das okay ist
2025 war für viele ein schweres, anstrengendes Jahr. Man hört es von allen Seiten.
Schon nach der Corona-Zeit war klar, dass die Jahre danach fordernd werden würden. Diese Prognose hat sich bewahrheitet.
Wenn man ein ganzes Jahr über kämpft, ist man am Ende nicht einfach nur müde, sondern oft ausgelaugt.
Deshalb ist es so wichtig, sich diese Ruhe jetzt zu erlauben. Durchzuatmen. Nicht direkt wieder funktionieren zu müssen.
Viele hoffen darauf, dass sich 2026 wieder etwas leichter anfühlen darf. Ich persönlich glaube daran. Aber Leichtigkeit entsteht nicht durch Druck, sondern durch Pausen.
Was Ruhe mit unserer Wahrnehmung macht
Wenn wir zur Ruhe kommen, können wir wieder klarer denken. Wir fangen an, auf uns selbst zu hören. Auf unseren Körper, unsere Gefühle, unsere Grenzen.
Wir nehmen Zeit wieder bewusster wahr. Und genau das wirkt sich nicht nur auf uns aus, sondern auch auf unsere Tiere und unsere Begegnungen.
Gerade mit unseren Tieren spüren wir diese Veränderung sehr stark. Sie reagieren auf unsere Stimmung, auf unsere Ruhe oder eben auf unseren Stress.
Bei uns steht der Start ins neue Jahr unter besonderen Vorzeichen. Unsere Hündin Arya muss Mitte Januar erneut operiert werden, wieder wegen des Verdachts auf einen Mastzellentumor. Das Ganze liegt erst ein Jahr zurück.
Natürlich ist das kein leichter Gedanke. Und ja, der Start ins neue Jahr wird dadurch etwas holprig.
Aber wir haben eine Abmachung: Arya muss mindestens zehn Jahre alt werden. Sie ist erst sieben. Eigentlich ja fast so alt wie ich, zumindest fühlt es sich manchmal so an.
Gerade in solchen Momenten wird einem bewusst, wie wichtig es ist, im Jetzt zu sein. Nicht alles kontrollieren zu wollen. Sondern bewusst Zeit miteinander zu verbringen.
Warum der Januar oft unterschätzt wird
Viele schimpfen über den Januar. Für mich ist er einer der schönsten Monate im Jahr.
Ja, ich habe im Januar Geburtstag. Ich freue mich über Geschenke, klar. Aber viel wichtiger ist mir die Zeit mit Menschen, die mir nah sind. Das hat mit den Jahren einfach mehr Bedeutung bekommen. Ich liebe den Januar aber vor allem wegen des Winters. Oft kommt genau dann eine ordentliche Portion Schnee.

Liebe Frau Holle, ich habe ihn bestellt und freue mich sehr darauf.
Ich wünsche mir einen richtigen Winter. So wie vor vier Jahren. Das war ein absoluter Traum.
Der Januar ist ruhig. Unaufgeregt. Klar.
Und genau darin liegt für mich seine Schönheit.
Ein leiser Ausblick auf 2026
Natürlich hat man Wünsche für ein neues Jahr. Aber für mich stehen gerade keine großen Ziele im Vordergrund.
In erster Linie wünsche ich mir, dass es Arya gut geht. Dass wir gesund bleiben. Und dass sich 2026 insgesamt ein wenig leichter anfühlen darf.
Ohne Druck. Mit Vertrauen.



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